Presseaussendung vom 4. November 2021

Verband der Arbeitskräfteüberlasser wehrt sich gegen Anschuldigungen von Arbeiterkammer Oberösterreich Präsident Kalliauer
am04.11.2021

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Wien (OTS) - „Es ist Zeit den Fakten ins Gesicht zu schauen und nicht auf dem Rücken unserer MitarbeiterInnen immer wieder die Zeitarbeit ins falsche Licht zu rücken!“ fordert der Präsident der Interessenvertretung ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER Dr. Martin Zieger scharf nach den jüngsten Vorwürfen der AKOÖ.

Verband der Arbeitskräfteüberlasser wehrt sich gegen Anschuldigungen von Arbeiterkammer Oberösterreich Präsident Kalliauer

Wien (OTS) – Es ist Zeit, den Fakten ins Gesicht zu schauen und nicht auf dem Rücken unserer MitarbeiterInnen immer wieder die Zeitarbeit ins falsche Licht zu rücken!“, fordert der Präsident der Interessenvertretung ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER (Öffnet in einem neuen Tab oder Fenster) Dr. Martin Zieger scharf nach den jüngsten Vorwürfen der AKOÖ.

Mit Aktion Sprungbrett will die Branche Langzeitarbeitslose bei Kunden integrieren

Derzeit gibt es über 30.000 offene Stellen bei Zeitarbeitsunternehmen. Angesichts der zurückliegenden Krisenmonate suchen viele Unternehmen nach flexiblen Personallösungen, um in Zukunft schnell und effizient auf Nachfrage-Schwankungen reagieren zu können. Über Zeitarbeitsunternehmen haben Arbeitslose die Chance, wieder in Beschäftigung zu gelangen. Insbesondere Langzeitbeschäftigungslose liegen mit derzeit über 110.000 Personen weiterhin über Vorkrisenniveau. „Arbeitskräfteüberlasser sind der verlängerte Recruitingarm des AMS. Über 50 % der ZeitarbeitnehmerInnen kommen direkt aus der Arbeitslosigkeit und finden in der Zeitarbeitsbranche eine neue Perspektive. Derzeit gibt es sehr viele Langzeitarbeitslose in Österreich und wir arbeiten an einem Konzept im Rahmen der Aktion Sprungbrett, auch diese wieder in Beschäftigung zu bringen. Das ist eine Win-win-Situation – die Langzeitarbeitslosen kommen bei unseren Kunden in Beschäftigung und SteuerzahlerInnen werden entlastet. Damit erfüllt unsere Branche eine sehr wichtige Funktion, denn durch Zeitarbeit gelangen über 50 % der MitarbeiterInnen wieder in Beschäftigung und es werden sogar viele dieser MitarbeiterInnen dauerhaft, sprich, über die Überlassungsdauer hinaus, vom Kunden übernommen“, erklärt Dr. Martin Zieger.

Auch Weiterbildung ist ein wichtiges Asset der Branche – und noch dazu einzigartig in ganz Österreich: Der SWF (Öffnet in einem neuen Tab oder Fenster) ist ein eigener Fonds für die MitarbeiterInnen in der Zeitarbeitsbranche, mit deren Hilfe ganz spezifische Fachausbildungen angeboten werden, die sie brauchen, um fit für den Arbeitsmarkt zu sein. In den letzten Jahren wurden durchschnittlich 11 Mio. Euro jährlich in diesen Fonds von unserer Branche eingezahlt.

Gerade in Bezug auf die letzten Anschuldigungen von AKOÖ-Präsident Kalliauer reagiert der Verband ÖPDL sehr direkt: „Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, hier keine Fakten zu verdrehen. Wenn ein Beschäftigungsverhältnis bei einem Kunden endet, suchen wir natürlich so schnell wie möglich einen adäquaten Ersatz für unsere MitarbeiterInnen, es ist uns ein Anliegen, sie sofort wieder in Beschäftigung zu bringen. Eine/n MitarbeiterIn zu kündigen, ist auch in unserer Branche immer nur der letzte Ausweg“, so Präsident Dr. Martin Zieger.

Respekt vor Zeitarbeit als treibender Wirtschaftskraft und Schluss mit Begriff Leiharbeit

Mit über 100.000 MitarbeiterInnen ist die Zeitarbeitsbranche ein gewaltiger Wirtschaftsmotor. Zeitarbeit schafft auch Beschäftigung für jene, die keinen Dauerjob wollen (StudentInnen, PensionistInnen), und unterstützt Mütter nach der Karenz beim Wiedereinstieg (36 % der ZeitarbeitnehmerInnen kommen aus dieser Gruppe). „Wir fordern, dass unseren MitarbeiterInnen und Unternehmen der nötige Respekt gezollt wird. Sie sind eine treibende Wirtschaftskraft und sollten auch so behandelt werden! Daher bitten wir ein für alle Mal, nicht mehr von Leiharbeit zu sprechen – leihen kann man ein Auto – wir arbeiten mit Menschen, die einen sehr wichtigen Teil des Arbeitsmarktes abdecken. So sollte man sie auch behandeln und in Zukunft die Begriffe Zeitarbeit, ZeitarbeitnehmerInnen, Beschäftigte in der Zeitarbeit, Arbeitskräfteüberlassung bzw. überlassene Arbeitskräfte verwenden“, so Zieger weiter.

Anders als in Deutschland, wo durch Werkverträge prekäre Arbeitsverhältnisse möglich sind, bietet die Arbeitskräfteüberlassung in Österreich den MitarbeiterInnen große Sicherheit. Alle MitarbeiterInnen in der Zeitarbeitsbranche verdienen mindestens 1.780 Euro brutto im Monat und die Arbeitszufriedenheit ist höher als beim Durchschnitt der Beschäftigten in Österreich.

 

Über Österreichs Personaldienstleister

Der Verband ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER wurde 1973 gegründet und ist die unabhängige Interessenvertretung der österreichischen Personaldienstleister. Aktuell nehmen rund 100 Mitgliedsunternehmen, die für ca. 75% Marktabdeckung stehen, die breite Servicepalette in Anspruch. Personaldienstleister, die Mitglied beim ÖPDL sind, verpflichten sich über die gesetzlichen Grundbestimmungen hinaus, einen strengen Verhaltenskodex einzuhalten. Das zeichnet diese Personaldienstleister als seriöse und kompetente Arbeitskräfteüberlasser aus und steht für hohe Qualitätsstandards gegenüber den Kunden und MitarbeiterInnen.

(Anm.: (http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20211104_OTS0014 (Öffnet in einem neuen Tab oder Fenster))).

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